E-Commerce

Online-Shop starten: Der ehrliche Guide für Einsteiger

NEXOVITO · · 8 Min. Lesezeit

Du willst online verkaufen. Vielleicht eigene Produkte, vielleicht Dienstleistungen, vielleicht Handgemachtes. Die erste Frage ist meistens: Welche Plattform? Und die zweite: Was kostet das?

Hier ist die ehrliche Antwort — ohne Affiliate-Links und ohne versteckte Agenda.

Die drei Wege zum Online-Shop

Grundsätzlich gibt es drei Ansätze. Jeder hat seinen Platz — keiner ist per se besser als der andere.

Weg 1: Baukasten (ab ~30 €/Monat)

Anbieter wie Jimdo oder Wix bieten Shop-Funktionen direkt im Baukasten. Das ist der schnellste Weg, aber auch der begrenzteste. Gut für: Wenige Produkte, kein komplexer Checkout, schneller Start.

Weg 2: Plattform (ab ~30-80 €/Monat)

Dedizierte E-Commerce-Plattformen bieten mehr Features: Varianten, Rabattcodes, Versandregeln, Steuerberechnung. Gut für: 10-1.000 Produkte, wachsendes Geschäft, Standard-Anforderungen.

Weg 3: Individual (ab ~1.500 € einmalig)

Ein maßgeschneiderter Shop, gebaut für deine spezifischen Anforderungen. Gut für: Spezielle Produkte (Konfiguratoren, B2B, Abos), Integration mit bestehenden Systemen, volle Kontrolle.

KriteriumBaukastenPlattformIndividual
Startkosten0-50 €0-100 €ab 1.490 €
Laufende Kosten30-50 €/Mo30-300 €/Mo9-29 €/Mo Hosting
FlexibilitätGeringMittelHoch
Umzug möglich?SchwierigMittelEinfach
SEO-KontrolleBegrenztGutVoll
Transaktionsgebühren0-2%0-2%Nur Zahlungsanbieter

Was du wirklich brauchst (und was nicht)

Brauchst du auf jeden Fall

  • SSL-Zertifikat — Pflicht, nicht optional
  • Mobile-optimiert — 70%+ deiner Käufer kommen per Handy
  • Klare Produktfotos — Das wichtigste Verkaufsargument
  • Einfacher Checkout — Maximal 3 Schritte bis zum Kauf
  • Rechtssicher — AGB, Widerruf, Datenschutz, Impressum

Was du am Anfang NICHT brauchst:

  • Loyalty-Programm: Erst relevant ab ~100 wiederkehrenden Kunden
  • Multi-Warehouse: Du hast am Anfang ein Lager (oder gar keins)
  • Mehrsprachigkeit: Erst wenn du wirklich international verkaufst
  • KI-Produktempfehlungen: Braucht Daten. Die hast du am Anfang nicht
  • App: Eine gute mobile Website reicht für 99% der Fälle

Die versteckten Kosten

Die monatliche Plattformgebühr ist nur die Spitze des Eisbergs. Rechne mit diesen zusätzlichen Kosten:

  • Zahlungsanbieter: 1,4-2,9% + 0,25 € pro Transaktion (Stripe, PayPal)
  • Domain: 10-15 €/Jahr
  • Produktfotos: Selbst machen (0 €) oder professionell (50-200 € pro Produkt)
  • Versandmaterial: Kartons, Polster, Klebeband — läppert sich
  • Buchhaltung: Rechnungssoftware, Steuerberater, EPC-Codes
  • Marketing: Ohne Budget sieht dich niemand (SEO dauert 6-12 Monate)

Der größte Fehler beim ersten Shop: Zu viel Geld für Technik, zu wenig für Produktfotos und Marketing.

Unsere ehrliche Empfehlung

Unter 20 Produkte, schneller Start: Starte mit einer Plattform. Lerne, was funktioniert. Optimiere. Wenn du an Grenzen stößt, kannst du immer noch wechseln.

Über 20 Produkte oder spezielle Anforderungen: Investiere in einen individuellen Shop. Die höheren Startkosten holen sich durch niedrigere laufende Kosten und mehr Flexibilität schnell wieder rein.

B2B, Konfiguratoren, Abos: Hier führt kein Weg an einer Individuallösung vorbei. Baukästen und Standard-Plattformen sind dafür nicht gemacht.

Die wichtigste Regel

Starte. Der beste Shop ist der, der online ist. Du kannst später optimieren, erweitern, umziehen. Aber ein Shop, der nur als Idee in deinem Kopf existiert, verkauft genau null Produkte.

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