Webdesign 2026: Was eine gute Website heute können muss
Jedes Jahr liest man die gleichen Trend-Artikel: Parallax ist tot, Minimalism lebt, Dark Mode ist das neue Schwarz. Aber was davon ist wirklich relevant für ein kleines oder mittleres Unternehmen, das einfach eine gute Website braucht?
Wir bauen täglich Websites für Handwerker, Berater, Shops und Dienstleister. Hier ist, was 2026 wirklich zählt — und was bloß hübsches Marketing ist.
1. Mobile-First ist kein Trend mehr — es ist Pflicht
Über 70% der Website-Besucher kommen über Smartphones. Wenn deine Seite auf dem Handy schlecht aussieht oder langsam lädt, verlierst du die Mehrheit deiner potenziellen Kunden. Das ist keine Meinung, sondern Statistik.
Mobile-First heißt nicht, dass die Desktop-Version unwichtig ist. Es heißt, dass du zuerst für kleine Bildschirme denkst und dann nach oben erweiterst. Nicht umgekehrt.
Praxis-Check
Öffne deine Website auf dem Handy. Kannst du in unter 5 Sekunden erkennen, was du anbietest und wie man dich kontaktiert? Wenn nicht: Handlungsbedarf.
2. Ladezeit: Unter 3 Sekunden oder du verlierst
Google misst seit Jahren die Core Web Vitals — Largest Contentful Paint, Interaction to Next Paint, Cumulative Layout Shift. Klingt technisch, bedeutet aber einfach: Deine Seite muss schnell laden, schnell reagieren und darf nicht herumspringen.
- Bilder optimieren: WebP-Format statt PNG/JPEG, komprimiert, richtige Größe
- Weniger JavaScript: Jedes Plugin, jedes Widget, jeder Slider kostet Ladezeit
- Gutes Hosting: Ein 3 €/Monat-Hosting teilt sich den Server mit 500 anderen Seiten
- Caching: Statische Inhalte müssen nicht bei jedem Aufruf neu berechnet werden
3. DSGVO: Nicht sexy, aber unverzichtbar
Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, SSL-Zertifikat — das ist 2026 Grundausstattung. Wer das nicht hat, riskiert Abmahnungen. Wer es falsch macht, ebenfalls.
Unser Tipp: So wenige Cookies wie möglich. Wenn du kein Google Analytics brauchst, lass es weg. Datenschutzfreundliche Alternativen gibt es genug. Weniger Cookies bedeutet weniger Banner-Stress für deine Besucher.
4. Barrierefreiheit: Ab Juni 2025 Pflicht
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit Juni 2025 für viele digitale Angebote. Kontrastreiche Farben, lesbare Schriftgrößen, Tastatur-Navigation, Alt-Texte für Bilder — das sind keine Nice-to-haves mehr.
Die gute Nachricht: Eine barrierefreie Website ist meistens auch eine bessere Website für alle. Klare Struktur, gute Lesbarkeit und logische Navigation helfen jedem Besucher.
5. Klarer Inhalt schlägt Design-Spielerei
Die schönste Website bringt nichts, wenn Besucher nicht verstehen, was du anbietest. In drei Sekunden muss klar sein:
- Was machst du? — Kein Marketing-Deutsch, sondern Klartext
- Für wen? — Zeig deiner Zielgruppe, dass du sie verstehst
- Was soll ich tun? — Klare Handlungsaufforderung (Anrufen, Formular, Termin)
Gutes Webdesign ist nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann. Sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.
6. Worauf du getrost verzichten kannst
- Slider/Karussells: Werden selten geklickt, verlangsamen die Seite
- Autoplay-Videos: Nerven die meisten Besucher
- Parallax-Effekte: Sehen hübsch aus, bringen null Conversion
- Social-Media-Feeds: Lenken ab und laden externe Ressourcen
- Stock-Fotos von lächelnden Business-Leuten: Jeder erkennt sie. Lieber echte Fotos oder gar keine
Fazit: Weniger ist mehr — aber das Wenige muss sitzen
Eine gute Website 2026 ist schnell, mobiltauglich, rechtssicher, barrierefrei und inhaltlich klar. Das klingt nach viel, aber in der Praxis bedeutet es vor allem: Fokus. Weniger Spielerei, mehr Substanz.
Du brauchst keine Revolution. Du brauchst eine Website, die funktioniert — für deine Besucher und für dein Geschäft.
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